Sonntag, 4. Juli 2021


Liebe Gemeinde,

Wir haben schon lange keine großen Niederlagen mehr erlebt, in unserem Land. Wir haben uns einem Leistungsgedanken verschrieben, der es uns ermöglicht hat, aus allen Krisen der letzten Jahrzehnte das scheinbar Bestmögliche zu machen, zumindest aus menschlicher Perspektive. Nun zwingt uns die Pandemie doch noch in die Knie. Nur die Sonne – so sagen manche Wissenschaftler – rettet uns gerade noch. Sie bringt Corona zu Fall, zumindest teilweise.
Das ist für mich ein Bild. Was das bedeutet erkläre ich später noch genauer.

Und trotz Pandemie kämpfen wir immer noch mit harten und veralteten Bandagen dagegen, dass sich da gerade etwas Neues die Bahn bricht. Doch es gibt kein Entrinnen, zumindest nicht, wenn wir Paulus Glauben schenken dürfen und vielen anderen, die der Welt etwas Nachhaltiges zu sagen hatten.

Sogar im Fußball haben wir dieses Mal versagt.

Der Leistungsgedanke entspringt einem uralten Schuld- und Verpflichtungsgefühl, das sich von Generation zu Generation vererbt hat, seit dem 2. Weltkrieg.

Ein Mann hat es im Namen eines ganzen Landes mit den Völkern aller Nationen aufgenommen und unendlich großes Leid über die Welt gebracht und ein unglaublich großes Schuldgefühl über unser Land. Zu diesem Gefühl gibt es ein ganzes Buch – Kriegsenkel.

Und jetzt geht uns die Puste aus, angesichts der Dimension von Themen, die dieses alte Gefühl nach sich zieht. Es allen Recht machen zu müssen, um ein Lebensrecht zu haben – das ist unmenschlich.

Und wenn ich jetzt anfange, dann landen wir am Ende in allen Problemzonen von Politik, Gesellschaft und Kirche im Zeitalter der Pandemie und auch in unseren ganz persönlichen Niederlagen.  

Und die kennen Sie zur Genüge. Das erspar ich uns.

Überall ist es Menschen zu viel – vielleicht lassen sie sich deshalb auch gerne einmal einsperren – das reduziert wenigstens die Kontakte, durch die wir genötigt sind, zu vergleichen, wer gerade schlechter oder besser dran ist.

Ein wichtiges Thema bei jedem Seniorenkreis – wem geht es am heftigsten.
Wer schluckt mehr Tabletten.

Oder in der Schule – seit es Noten gibt: „Und was hast Du? Wie viele Punkte?“

Unterschiede werden in einer Leistungsgesellschaft nicht mehr berücksichtigt und gewürdigt schon gleich gar nicht. 

Wir waren und bleiben am Ende unserer Kräfte, auch ohne Pandemie.

Es gilt ein neu Geständnis, in dieser unser Zeit. Und das gab es immer wieder.

Paulus liefert die Lösung, im heutigen Predigttext:

Das Wort vom Kreuz.

Es ist die Einsicht, dass wir im Leben niemals gewinnen können, wenn wir uns nur auf uns selbst verlassen.

Wenn wir das gewinnen wollen, worauf es im Leben wirklich ankommt, dann brauchen wir Gottes Kraft. Er weiß, warum wir da sind, so ganz unterschiedlich. So unterschiedlich wir sind, so unterschiedlich sind die Dinge, die uns glücklich machen und lebendig – und erfülltes Leben möglich machen.

Die Weisheit, zwischen richtig und falsch bzw. gut und böse zu unterscheiden ist die Ursünde – seit Adam und Eva.

Wohin uns das gebracht hat, erleben wir gerade.

Ein Wissenschaftler wiederspricht dem anderen mehr als der zuvor.

Es herrscht Chaos.

Niemand weiß mehr, was weise ist. Und was wahr ist schon gleich noch weniger.

Und die Zeichen sind es auch nicht. Jesus Sollte vom Kreuz heruntersteigen, um zu beweisen, dass er wahrlich der Sohn Gottes ist, der Messias. Solch eine Gewaltdemonstration hat Gott nicht nötig.

Die Predigt vom Kreuz – vom Scheitern dürfen – ohne die Liebe im Leben zu verlieren – das ist die Antwort und diese Antwort hat Menschen selig gemacht. Ich erlebe es jeden Tag aufs Neue.

Die Kraft der Liebe ohne Leistung, ohne Bedingung, das ist Gottes Entlastung und Schwachheit in der Welt – weil er damit die Kontrolle verliert. Er zwingt sich niemandem auf. Es gibt ja keine Bedingung.

Deshalb ist diese Botschaft so entlastend und befreiend.

Und gleichzeitig ist es der einzige Weg, wenn Du die Bedingungen für ein befreites, sonnvolles Leben ohne Bedingungen führen willst.

Und weil wir das nicht verstehen und auch nicht erfüllen können, außer wir lassen es uns schenken – völlig umsonst, deshalb steckt in dieser Botschaft, die scheinbar so schwach ist, die gesamte Stärke Gottes, die größer ist, als alles Menschenmögliche.

Die Sonne, die das Virus zum Einsturz bringt ist Sinnbild für Gott, seit dem Auferstehungsmorgen, als die Sonne aufgeht und der Engel Maria von der guten Nachricht berichtet – er lebt. Er hat gesiegt, ganz ohne Machtdemonstration und doch durch das einzige Geschenk, das bis auf den heutigen niemand – auch die Wissenschaft nicht – zu schenken vermag: der Sieg des Lebens über den Tod.

Gott bietet uns jeden Morgen an, uns auf das Licht der Welt, die Lebenssonne allein zu verlassen.

Und dadurch wird Übermenschliches möglich durch Menschlichkeit statt Leistungsdruck.

Und weil wir es eben durch nichts erreichen können, durch keinerlei eigene Leistung und kein Verpflichtungsgefühl der Welt – durch rein gar nichts als durch Empfangen und Schenken lassen, ist es das Stärkste, was es gibt auf der ganzen Welt. Und wenn wir nach draußen gehen, die schönen Seiten der Sonne sehen und fühlen, dann spüren wir das – mit allen unseren Sinnen:

wenn die Sonne scheint, ändert sich unsere Stimmung. Die Wärme auf der Haut, besonders nach diesem knackig kalten Winter, können wir deutlich spüren. Und selbst das, was unsichtbar, durch Vitamin D- Produktion an Gesundheit in unserem Körper geschieht, bewirkt mehr als alles, was wir uns erarbeiten können. Unsichtbar und unverfügbar.

Lass Dich beschenken mit Gottes Kraft, mit allem, was Du bist, durch und durch und das jeden  Tag aufs Neue. Und die Sonne ist so stark, sie ist auch da, wenn sich Wolken zwischen uns und sie schieben – das haben wir der Wissenschaft in jedem Fall zu verdanken.

In diesem Bewusstsein dürfen wir leben, in allen Bereichen unseres Lebens und wir dürfen aufbrechen, losgehen und andere mitreißen, begeistern.  
Amen.


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26. Juni 2021

Nachklang zum Johannistag:

Die Geburt Johannes des Täufers (Lk 1, 57-66.80)

57Und für Elisabeth kam die Zeit, dass sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn. 58Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr. 59Und es begab sich

am achten Tag, da kamen sie, das Kindlein zu beschneiden, und wollten es nach seinem Vater Zacharias nennen. 60Aber seine Mutter antwortete und sprach: Nein, sondern er soll Johannes heißen. 61Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt. 62Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn nennen lassen wollte. 63Und er forderte eine kleine Tafel und schrieb: Er heißt Johannes. Und sie wunderten sich alle. 64Und sogleich wurde sein Mund und seine Zunge aufgetan, und er redete und lobte Gott.

65Und es kam Furcht über alle Nachbarn; und diese ganze Geschichte wurde bekannt auf dem ganzen Gebirge Judäas. 66Und alle, die es hörten, nahmen’s zu Herzen und sprachen: Was wird aus diesem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm.

80Und das Kindlein wuchs und wurde stark im Geist. Und er

war in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er vor das Volk Israel treten sollte.

Liebe Gemeinde,

es ist eine Geschichte, die sich in der Bibel immer wieder wiederholt.

Ein altes Ehepaar – unfruchtbar und hochbetagt – bekommt eine besondere Verheißung. Und trotzdem der Engel spricht – hier ist es Gabriel – fehlt den Verheißungsträgern der Glaube.

Abraham und Sara sind die wohl berühmtesten Beispiele im alten Testament. Im Neuen Testamten beginnt die Geschichte mit Zacharias und Elisabeth – immer wieder die gleiche Geschichte.

Die Wunder waren selten geworden – der Glaube fad und wirkungslos.

Und dennoch – immer wieder greift Gott in die Geschichte der Menschen ein – machtvoll, wirkungsvoll, wundervoll.

Aber es geht nicht ohne uns – Abraham musste jede Menge Geduld haben und dann wurde viel von ihm verlangt – großes Vertrauen, als das langersehnte Kind endlich da war, soll er es opfern.

Zacharias hat es da einfacher.

Er war stumm geworden, weil er nicht geglaubt hatte.

Doch als die Zeit gekommen war und es keinen Grund mehr gab, zu zweifeln, da erinnert er sich an die alten Worte – den Namen, den er dem Kind geben sollte. Er fügt sich in sein Schicksal.

Er schreibt auf, was der Engel ihm befohlen hatte.

Er geht kein Risiko ein.

Und dann findet er die Worte wieder, die ihm eine ganze Schwangerschaft lang völlig abhanden gekommen waren.

Doch das wundersam armselige Volk – ohne Blick für die wesentlichen Dinge und Leben und die Wunder, die es täglich gibt – wundert sich sehr über das Geschehen.

Das Volk will es nicht glauben, versteht nicht, was da plötzlich geschieht – jenseits aller Regeln der Namensgebung.

Und wir hören am Ende der Geschichte, dass Johannes ein weiterer Prophet wird, stark im Geist – allen Erwartungen zum Trotz. Er wird der letzte, der den Messias ankündigt und dem Volk die Chance einräumt, umzukehren, zum wahren Glauben, der Wunder möglich macht.

Noch einmal ist solch eine Zeit angesagt, nämlich wenn Jesus wiederkommt. Was das bedeutet, weiß niemand so genau. Jesus hüllt sich in Schweigen und das ist auch nicht wichtig.

Wichtig ist, dass Menschen zu allen Zeiten Glauben und Wunder verloren haben und zu allen Zeiten sind Menschen, Propheten aufgestanden, um Menschen daran zu erinnern, worauf sie achten müssen, um die wesentlichen Dinge, die Wunder im Leben nicht zu verpassen.

Jetzt leben wir wieder in einer Zeit, in der Glauben und Wunder verloren gegangen sind. Die Welt steckt in einer ihrer größten Krisen und die Krise macht Pause, scheint aber kein Ende zu nehmen. Jeden Tag gibt es neue Hinweise darauf.

Deshalb ist die Botschaft des Johannes heute so aktuell wie zu seinen Lebzeiten.

Wir dürfen umkehren, dürfen Gottes Feuer wieder spüren und nicht mehr nur die Reste der Asche aus längst vergangenen Zeiten davontragen.

Aber was ist jetzt das Feuer, welches es zu entdecken gibt.

Für Kirche ist das ganz einfach.

Jesus ist ihr Gründer und er hat die Menschen gesehen und gehört und hat ihnen gegeben, was sie brauchen, um wieder Feuer zu fangen, für ein kraftvolles Leben in Glück und Segen.

Deshalb fragt Jesus die Menschen, was ihnen wirklich wichtig ist. Und wenn Du das nicht weißt, dann darfst Du in Dich gehen, darfst Dir Dein Leben betrachten. Vielleicht hast Du schon Wunder erlebt und noch nicht entdeckt. Vielleicht hat Dich das Leben verletzt und vieles ist noch nicht geheilt.

In Wundern und Wunden entdeckst Du vielleicht etwas, dass sich wie ein roter, feuriger Faden durch dein Leben zieht. Und dort solltest Du anfangen, Feuer zu fangen.

Das ist das Thema, dass Dir Deine Lebensenergie zurückgibt oder Deine Stimme, wie dem Zacharias.

Und dann kannst Du loslegen, Dinge verändern und eine neue Richtung einschlagen. Weg aus den Wunden, den Problemen und der Asche Deines Lebens. Hin zum Feuer, zur Energie, die Gott Dir in seiner Liebe zugedacht hat.

Lass die verbrannte Erde hinter Dir und wenn Du dabei Unterstützung brauchst, bin ich als Dein Pfarrer immer wieder gerne Dein Ansprechpartner.

Vielleicht findest Du heute – an diesem Tag – das Feuer für Dein Leben zurück, indem Du Dir die Zeit nimmst und in Dich hörst und auf die Stimme Gottes aufmerksam wirst.

Gott wartet auf Dich. ER setzt Dich in Brand.

Amen.

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23. Juni 2021

Die Kirche und der Glaube von so vielen Menschen auf der ganzen Welt liegen krank im Bett und jammern. Corona hat ihnen den Rest gegeben.

Sie suchen Trost bei den falschen Propheten, die Gott als Kraftfeld etablieren, ohne ihn beim Namen zu nennen und den Gemeinschaftsgedanken pflegen.

Warum solltest Du lieber Trost bei Jesus suchen?

Weil Jesus schon vor 2000 Jahren so gearbeitet hat wie die Coaches von heute, nur wusste er noch, woher er seine Kraft bezieht, nämlich von seinem Vater im Himmel.

Auch Du bist sein Kind, weil er alles gemacht hat, den Himmel und die Erde, das ganze Universum.

Und er ruft: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will dich aufrichten, mit allem, was du bist.

Und er öffnet Dir alle Möglichkeiten, denn sein Glaubenssatz lautet schon seit 2000 Jahren:

Dir geschehe, wie Du glaubst!

Und das liegt jetzt allein in Deiner Hand!

Vater unser…

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Predigt zum 20. Juni 2021

Ein Idealbild von Gemeinde? Von Kirche?

Eine Herde, die sich selber weiden kann… weil sie weiß, was ihr gut tut – Glaube, Hoffnung, Liebe – wie die ersten Christen, von denen es heißt, dass sie alles miteinander geteilt hätten und regelmäßig waren tausende davon überzeugt, dass sie zusammenhalten wollen.

Nur einzelne haben am ersten Pfingstfest – dem Geburtstag der Kirche – gesagt, dass die Masse spinnt und nicht ganz nüchtern sei.

Und wenn jemand vom Glauben abfällt, dann sind das nur einzelne – und nur dann muss Jesus tätig werden.

Ansonsten weidet er die Herde und beschützt sie vor Angriffen von außen.

So habe ich das Bild bisher ausgelegt bekommen und auch selbst gepredigt.

Aber da steht eigentlich etwas anderes.

Die Herde ist in der Wüste…

Was sollen die Schafe da? Sind sie da nicht falsch?

Und am Ende heißt es, dass die 99 Gerechten der Buße nicht bedürften und sich Gott über ein Schafe, das umkehrt, mehr freut als über die 99.

Sind sie gerecht, weil sie richtig liegen?

Oder sind die 99 gerecht im Sinne von selbstgerecht und deshalb in der Wüste, also dort, wo nichts zu finden ist, außer Wüste und Leere?

Durch die Jahrtausende hat sich immer wieder eines gezeigt:

Die 99 – die Masse – ist oft falschen Idealen hinterhergelaufen.

Nicht die „verlorenen“ Schafe waren falsch, sondern die Herde hat sich – wie Lemminge – massenweise in Abgründe des Lebens und der Geschichte gestürzt – z.B. zu Luthers Zeiten oder jüngst in den Katastrophen des 20. Jahrhunderts – ein ganzes Land verliert sich in der Masse – manipuliert von Lebensfeindlichkeit.

Oftmals gehen einzelne verloren – schwimmen gegen den Strom – versuchen ihrer Überzeugung zu folgen anstatt massenhaft in den Abgrund zu rennen – zu jeder Zeit.

Eigentlich ist das die bessere Erklärung, heute, für dieses Bild.

Erst wenn jemand merkt, dass er in der Masse verloren geht, weil da etwas nicht stimmt, weil das sein Leben ruiniert, dann ist er offen für Jesus.

Und Jesus hat das immer wieder gelebt.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten jeder Zeit murren und sprechen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.

Er hat sich den Einzelnen zugewendet, denjenigen, die der Masse kritisch gegenüber standen und deswegen ausgeschlossen wurden oder aus gesundheitlichen Gründen ausgeschlossen waren – woher auch immer das gekommen sein mag.

Und auch in unserer jüngsten Krise hat irgendwann niemanden in der Masse mehr interessiert, wie es dem Einzelnen dabei geht – spätestens beim zweiten Hinsehen waren alle wieder mit sich selbst beschäftigt.

Was macht Jesus dabei?

Er lässt die anderen allein – vielleicht weil sie ohnehin nicht zu retten sind – er sucht das Verlorene.

Wenn wir uns verloren fühlen, dann sind wir offen für Alternativen.

Dann ist Jesus an unserer Seite.

Und dann bist Du kein schwarzes Schaf, kein Verlorenes, sondern dann hast Du Glück – dann darfst Du Dinge anders machen als die anderen.

Du bist nicht anders, sondern die anderen sind alle gleich.

Wenn Du Dich wunderst, dass Du hier so alleine bist im Gottesdienst – dann freu Dich.

Es ist eindeutig eine andere Perspektive.

Die Masse geht in die Irre, wie die Lemminge.

Du aber bist richtig, denn Dir ist Jesus auf den Versen.

Herzlich willkommen zur besten Entscheidung Deines Lebens!

Und wenn Du zurückkommst zur Herde, dann kannst Du dich umsehen, voller Selbstbewusstsein und vielleicht fragst Du mal, was die anderen machen und wie es ihnen dabei geht?

Wo sind die Menschen in Deinem Leben, die Dir verloren gegangen sind?

Gehst Du sie suchen?

Wann fängst Du damit an?

Lasst uns alles abtun, was uns beschämt oder Angst davor macht, verlacht zu werden.

Du darfst losgehen in dem Bewusstsein, dass wir richtig sind, mit und bei Gott, beim barmherzigen Vater, der ein Fest feiert, wenn der Sohn zurückkommt und beim Hirten, der dem nachgeht, das sich verloren fühlt, weil die Welt sich nicht mehr als richtig für ihn erweist. Und wie vielen Gemeindegliedern geht das mit ihrer Kirche und Gemeinde gerade genauso?

Du bist wertvoll, weil Du den Unterschied gespürt hast.

Und jetzt darfst Du es machen wie Jesus.

Er selbst ist ja besonders greifbar – Mensch und Gott in Dir, weil Du den Auftrag hast, sein Zeuge zu sein, nicht mehr und nicht weniger. Zeuge durch Menschlichkeit.

Und er überlässt die Masse/die Herde ihrem Schicksal und geht zu den Verlorenen, weil die werden ihn hören, weil in ihnen etwas laut geworden ist, was sie zurückruft.

Du bist richtig und wertvoll und alle anderen, die sich nicht wertvoll fühlen, nicht mehr dazu passen, die sind es auch.

Lasst Euch nicht von der Masse verlachen, sondern lebt überzeugend den Unterschied, weil Du – anders als die anderen – selbst wenn Du Dich einsam fühlst, niemals allein bist. Jesus ist Dir auf den Versen und er trägt Dich zurück, um Deinen Auftrag für ihn zum Durchbruch zu verhelfen.  

Sei weniger Masse, sei Klasse.

Amen.

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Sonntag, 20. Juni 2021

Die vergangene Woche war gefüllt mit wundervollen Dingen, die nur Gott in Bewegung gebracht haben kann und dazu Fortbildungsabschluss.
Die neue Woche darf beginnen mit einer Stimme aus der Gemeinde und sicherlich neuer Verlässlichkeit, vielleicht auch wieder per VideoKanal, denn die Nachfrage steigt:

„Lieber Alex, ich habe über die Lesung vom Dienstag in der es darum ging das man alles miteinander teilt (Die Gütergemeinschaft der ersten Christen Apg 4) und jeder für den anderen da ist nachgedacht. Natürlich wäre es toll wenn so ein Miteinander funktionieren würde. Aber wie du schon sagtest, das hat wahrscheinlich damals schon nicht geklappt. Dennoch glaube ich das es auch anders geht als mit Ellenbogen Mentalität durch das Leben zu gehen. Und da ist mir der Text von dem Lied das wir gesungen haben wieder eingefallen……………… Wir wollen aufstehen aufeinander zugehen von einander lernen miteinander umzugehen….. Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen und uns nicht entfernen wenn wir etwas nicht verstehen… Das sind Zeilen die wir jeden Morgen bevor wir in den Tag starten uns durchlesen sollten bis sie uns in Fleisch und Blut übergegangen sind. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes Miteinander so wie es sich Jesus Christus für uns wünscht.“

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2. Sonntag n. Trinitatis, 13. Juni 2021


„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Wochenspruch aus Mt 11,28)

„Ich will dem Herrn singen…“ (Losung)

Es ist eine Einladung, von Gott… in Zeiten von Leid und Glück – in allem – bei Gott Heimat zu finden.

In schweren Zeiten kommen Menschen zurück – auch in die Kirche – und erinnern sich daran, dass es etwas außerhalb ihrer Möglichkeiten gibt, um Hilfe zu bekommen.

In Hochzeiten bekommen wir neuen Mut und oft entsteht neben gutem Mut auch Übermut.
Den gestrigen Nachmittag habe ich mit vielen Menschen wieder einmal in einer wunderschönen Stadt verbracht – auch Kleidung kaufen. Meine alten Sachen – zu groß oder für die Tonne – nach Umzug und Monaten von Lockdown.

Schon die Parkhäuser waren randvoll. Und am Abend die Restaurants. Alles reserviert.

An den Kirchen sind die Menschen vorbeigegangen – zu jeder Zeit des Tages- wie zuvor und wie so oft nach schweren Zeiten.

Die schönere Lösung: Lasst uns Psalmen singen und uns daran erinnern, wem wir die Wende einer Situation zugetraut haben, als wir nicht mehr weiter wussten und davon singen, zu jeder Zeit.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst nach Friedrichswerth, heute, 10 Uhr, Gustav-Adolf-Kirche – eine Kirche mit Fokus auf wichtige Menschen rund um den Protestantismus…

Foto: Tim

Vater unser…

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11. Juni 2021

Die Antwort lautet: Jesus ist der Gesalbte!

Ich habe Dich gestern schon gefragt, was Du denkst, fühlst, glaubst, tust?

Heute also die Frage von Jesus an seine Jünger: „Für wen haltet ihr mich?“

Zwei Antworten habe ich auf meine Frage von gestern bekommen.

Beide waren ähnlich und sie waren die Reaktion auf mein Reden und Leben als Zeuge für den Gesalbten Gottes:

„Als du gesprochen hast Alex, da kam mir so der Gedanke, das ich mir wünsche, öfter die Gelegenheit zu haben von unserem himmlischen Vater zu erzählen. Leider ist im Alltag wenig Platz für solche Gespräche. Darum bete ich dafür, dass ich die Zeichen erkenne und dann auch mutig meinen Glauben bezeuge. Dass ich anderen erzähle, was für einen großen barmherzigen und liebenden Gott wir haben.  Ich habe letztens einen schönen Text gelesen. Er lautet : Sag deinem Gott nicht das du ein großes Problem hast sondern sag deinem Problem das du einen großen Gott hast.“

Auch heute lade ich Dich ein zu antworten, weil Jesus Zeugen braucht, wie zu jeder Zeit:

Für wen hältst DU Jesus?

Und sollte Dir DEINE Antwort nicht wichtig genug erscheinen, überzeuge Dich sofort vom Gegenteil.

Und solltest Du denken, dass es hier nur „richtige“ Antworten gibt, dann möchte ich Dich ermutigen, dass Zweifel der wichtigste Teil der Wahrheit sind, denn die räumt Jesus gerne aus und wenn Du magst, dann stehe ich als Zeuge dafür für Dich als Ansprechpartner zur Verfügung – auch, wenn Du allein beim Gedanken an Gott und Kirche wütend wirst, Dir schlecht wird, Du abschaltest…

An Gott liegt das nicht – das verspreche ich Dir.

Und wenn Du ihn kennenlernen magst, dann sei mutig – zeig Dich – spricht mit mir.

Ich stehe auf/für ihn und für Dich und weiche Deinen Fragen nicht aus – versprochen.

Der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser König; der hilft uns!

Vater unser…

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10. Juni 2021

Du bist gefragt!

Bist Du noch auf der Suche nach Gott?
Ich merke, dass es für mich an der Zeit ist, mich selbst ein wenig zurückzunehmen – neue Aufgaben warten auf mich.
Neue Aufgaben brauchen Menschen, die sie Füllen.
In jeder Gemeinde habe ich auf die Menschen gesetzt, für die ich zuständig war, die zu meiner Gemeinde, zur Gemeinschaft der Menschen vor Ort gehörten und dabei habe ich aufgehört zu unterscheiden zwischen Gemeindemitgliedern und anderen… Jesus ist zu allen Menschen gekommen.
… und er hat alle Menschen gesucht.
Heute möchte ich Dich fragen:
Was suchst Du, wenn Du an die Gemeinschaft denkst, bei Dir, bei anderen, bei Gott?
Was erwartest Du von Deiner Kirche und welche Rolle spielst Du dabei?
Und genau das möchte ich gerne von Dir wissen:
Deine Suche, Deinen Weg, Deine Fragen und ich würde mich freuen, wenn Du mir das schickst mit der Bitte darum, dass ich das dann hier anonym oder mit Name veröffentlichen darf, denn es ist die Vielfalt, die uns bereichert.
Ich bin neugierig auf Dich, auch auf Deine Erfahrungen mit Gott.
Und jetzt wünsche ich mir Deinen Mut, davon zu reden, was für Dich relevant ist, wichtig in Deinem Leben und das zu teilen…

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